Wenn du dich in unmittelbarer Gefahr oder in einer Krise befindest:

Bei akuter Lebensgefahr: Notruf 112 (Deutschland/Österreich/EU) oder 144 (Schweiz).

Haareausreißen (Trichotillomanie) und Hautzupfen (Skin-Picking-Störung, auch Dermatillomanie genannt) sind die beiden häufigsten körperbezogenen repetitiven Verhaltensweisen (BFRBs, body-focused repetitive behaviors) — eine Gruppe von Gewohnheiten, zu der auch Nägelkauen sowie Wangen- oder Lippenbeißen gehören. BFRBs beginnen meist als Weg, mit Anspannung, Langeweile oder intensiver Konzentration umzugehen, und laufen oft teilweise automatisch ab: Viele Betroffene bemerken erst im Nachhinein, mitten in einer Tätigkeit oder beim Lesen, Autofahren oder Fernsehen, dass sie gerade gezupft oder gerissen haben. Mit der Zeit kann das Verhalten zu echten körperlichen Schäden führen (kahle Stellen, Wunden, Narben) sowie zu einem schmerzhaften Kreislauf aus Scham und Heimlichkeit, der es erschwert, darüber zu sprechen oder Hilfe zu suchen. Wichtig zu wissen: Es geht dabei nicht um Willenskraft, Eitelkeit oder die Absicht, sich selbst zu verletzen — BFRBs sind anerkannte Erkrankungen aus dem Zwangsspektrum mit einem gut untersuchten und wirksamen Behandlungsansatz namens Gewohnheitsumkehr-Training (Habit Reversal Training).

Einige Dinge, die du heute ausprobieren kannst

Unser Erdung-und-Atmung-Tool kann in den Momenten helfen, in denen die Anspannung oder der Drang zu ziehen oder zu zupfen am stärksten ist, und unser Gedankenprotokoll-Tool kann dir helfen, die Scham oder Selbstkritik zu verarbeiten, die oft auf eine Episode folgt.

Wo du weitere Unterstützung findest

Dies sind allgemeine Startpunkte, keine Diagnose und kein vollständiger Behandlungsplan.

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