Wenn du dich in unmittelbarer Gefahr oder in einer Krise befindest:

Bei akuter Lebensgefahr: Notruf 112 (Deutschland/Österreich/EU) oder 144 (Schweiz).

Mit einer chronischen Krankheit, chronischen Schmerzen oder langfristigen Behinderung zu leben (zum Beispiel ME/CFS, Long COVID, Fibromyalgie, Autoimmunerkrankungen oder Krebs und seine Folgen) bringt eine besondere emotionale Belastung mit sich, die allgemeine Tipps zu Stress oder gedrückter Stimmung oft verfehlen. Depressionen und Angststörungen sind bei Menschen mit langfristigen körperlichen Erkrankungen deutlich häufiger, und manche Standardratschläge können ohne Anpassung sogar nach hinten losgehen.

Einige Dinge, die du heute ausprobieren kannst

Ein Hinweis zu "werde einfach aktiver"

Der übliche Rat zur Verhaltensaktivierung ("mach heute eine kleine angenehme Aktivität, auch wenn dir nicht danach ist") ist bei gewöhnlicher Niedergeschlagenheit gut belegt, muss bei energielimitierenden Erkrankungen aber angepasst werden. Über die eigenen Grenzen zu gehen kann bei Erkrankungen wie ME/CFS und Long COVID eine "Post-Exertional Malaise" auslösen (Symptomeinbruch, teils erst nach einem Tag oder später). Wenn das auf dich zutrifft, ist das Ziel eine Beteiligung, die klar innerhalb deiner aktuellen Belastbarkeit liegt, nicht an deren Rand: kleiner und nachhaltig schlägt größer und gelegentlich.

Für weitere Informationen

Dies sind allgemeine Startpunkte, keine Diagnose und kein vollständiger Behandlungsplan. Folge immer den Empfehlungen deiner behandelnden Fachperson zu Aktivitätsniveau und Pacing für deine konkrete Erkrankung.

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