Wenn du dich in unmittelbarer Gefahr oder in einer Krise befindest:

Bei akuter Lebensgefahr: Notruf 112 (Deutschland/Österreich/EU) oder 144 (Schweiz).

Krankheitsangst — manchmal Hypochondrie genannt, im klinischen Sprachgebrauch Krankheitsangststörung — ist eine anhaltende, belastende Sorge, eine ernsthafte Krankheit zu haben oder zu entwickeln, selbst wenn ärztliche Untersuchungen nichts Ernstes finden. Meist geht es darum, normale Körperempfindungen (Kopfschmerzen, ein ausgesetzter Herzschlag, ein seltsames Ziehen) als Anzeichen einer gefährlichen Krankheit zu deuten, verbunden mit Verhaltensweisen, die sich im Moment schützend anfühlen, die Angst aber am Leben erhalten: wiederholtes Abtasten des Körpers nach Symptomen, Rückversicherung bei Ärztinnen oder Angehörigen suchen, oder Symptome im Internet nachschlagen (manchmal „Cyberchondrie“ genannt, da Suchergebnisse häufig Worst-Case-Szenarien in den Vordergrund stellen). Manche Menschen reagieren entgegengesetzt und vermeiden Arztbesuche, Vorsorgeuntersuchungen oder Gesundheitsinformationen ganz, weil schon der Gedanke an Krankheit unerträglich ist. Beide Muster sind erschöpfend, und keines ist ein persönliches Versagen — Krankheitsangst ist eine anerkannte, behandelbare Angststörung, kein Charakterfehler und kein Aufmerksamkeitssuchen.

Einige Dinge, die du heute ausprobieren kannst

Unser Gedankenprotokoll-Tool kann dir helfen, katastrophisierende Gesundheitsgedanken objektiver zu betrachten, und unser Erdung-und-Atmung-Tool bietet eine kurze Übung für Momente, in denen körperbezogene Angst ansteigt.

Wo du weitere Unterstützung findest

Dies sind allgemeine Startpunkte, keine Diagnose und kein vollständiger Behandlungsplan.

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